Neustrelitz ist eine Reise wert (Nachtrag)

Die Auswärtsfahrt nach Neustrelitz stand unter keinem guten Stern. Mittelblocker und Polizist Tobias Matzen musste wegen eines Durchschusses in der Schulter seine Teilnahme absagen. Die Mannschaft reagierte wenig geschockt, wussten doch alle um die Gefahren, denen sich der wackere Kämpe Tag für Tag aussetzen muss. Hätte der Antrag auf Freistellung, den das Team zuvor an den Vorgesetzten gestellt hatte, Erfolg gehabt, wäre ihm dieses Schicksal jedoch erspart geblieben. Um so mehr wollten sich dann die übrigen Athleten ins Zeug werfen und so den Ausfall kompensieren.

Nach gefühlten Ewigkeiten erreichte der KTV Express das idyllische Städtchen. 400 Zuschauer füllten die Halle. Die Vorstellung der Mannschaften wurde begleitet von einem Auftritt des Spielmannszuges Neustrelitz. Es war also alles angerichtet für ein begeisterndes Spiel.

Das konnten wir leider nur bedingt einlösen. Die Annahme funktionierte gut und Zuspieler Niklas deGroot verteilte die Bälle geschickt. Der Wucht der Neustrelitzer konnten wir damit aber immer nur phasenweise entgegen halten. Angeführt von den Ex-Profis Sebastian Krause und Ricardo Galandi zeigten die Hausherren, dass sie die Favoritenrolle nicht zu Unrecht inne hatten. Insbesondere der starke Mittelangriff war für die Jungs von der Förde kaum zu bändigen. Im zweiten Satz war es sehr lange ein Duell auf Augenhöhe, aber mit einigen Aufschlagfehlern in der Crunch Time nahm sich der KTV hier selbst aus dem Rennen. Letztlich gab es ein klares 3:0 der Neustrelitzer zu verbuchen. Die Kieler müssen anerkennen, dass die Trauben in der dritten Liga doch sehr hoch hängen und um diese zu pflücken, müssen sie sich noch gewaltig strecken. Mit etwas mehr Konstanz und der nötigen Einsatzbereitschaft wird sich das Team jedoch von Spiel zu Spiel steigern.

 

P.S : Dank der Kompetenz der Sanitäter bei der großen Polizeiübung konnte Tobias Matzen bereits am folgenden Montag das Training beschwerdefrei fortsetzen.