Kiel ohne Druck bei den Chemie Volleys

Für die Adler vom Kieler TV steht an diesem Wochenende mit dem sonntäglichen Gastspiel beim CV Mitteldeutschland das leichteste Spiel der Saison an. Und das nicht nur im Hinblick auf die aktuelle Tabelle.

Fünf Spiele, fünf Siege, 13 Punkte – die Bilanz der Chemie Volleys kann in jeder Hinsicht überzeugen. Dabei waren Siege gegen starke Konkurrenz aus Lindow-Gransee, Bitterfeld-Wolfen, Moers, Essen und zuletzt Warnemünde – alles beileibe keine Laufkundschaft.

Kiel ist mit einem Spiel mehr und einem Punkt weniger zwar aktuell zweiter, trotzdem hat Kiels Trainer Matthes Behlen für alle, die von einem Spitzenspiel sprechen, nur ein müdes Lächeln übrig: „Die Jungs vom CV arbeiten in professionellen Strukturen, können ein wöchentliches Trainingsangebot von bis zu zehn Einheiten anbieten – das ist vom gesamten Umfeld her alles erstligareif.“

Umstände, von denen die Kieler nur träumen können. Träume sind in Kiel aber fehl am Platz. „Es war von Anfang an erklärtes Ziel, möglichst schnell ausreichend Punkte für den Klassenerhalt zu sammeln. Daran hat sich trotz der Anfangserfolge nichts geändert“, so Behlen. 

Und wer die ersten Spiele der Adler gesehen hat, weiß, dass diese Spiele immer auch kritische Phasen hatten, wo der Gegner das Spiel hätte drehen können. Und so kann der Auswärtstrip nach Leuna in Sachsen-Anhalt dann auch als ungleiches Kräftemessen betrachtet werden.

Mit „krasser Außenseiter“ ist die Rolle der Kieler gut beschrieben. Trotzdem zeigte sich die Mannschaft im Training gut gelaunt und motiviert und wird ohne jeden Druck um jeden Punkt kämpfen.

Aber das Augenmerk gilt bereits den kommenden Spielen gegen Schüttorf und Braunschweig. Gegnern, mit denen sich die Kieler auf Augenhöhe sehen und in denen die Punkte für den Klassenerhalt eingefahren werden sollen.