Wellenreiten – Kiel gewinnt in einem wechselvollen Spiel mit 3:2 gegen Schüttorf

Kurzfassung der Kieler Stimmung nach dem Spiel: „Und, Matthes?“ – „Ja g**l!“

In der ausführlicheren Analyse liest sich die Analyse von Trainer Matthes Behlen dann doch etwas differenzierter. Aber der Reihe nach: Die Hein-Dahlinger-Halle war mit gut 500 Zuschauern rappelvoll, als die Kieler Adler hochmotiviert nach drei Auswärtsspielen endlich wieder vor eigenem Publikum aufschlagen durften.

Und die Kieler starteten gut in die Partie und gewannen den ersten Satz knapp, aber nicht unverdient, mit 25:23. Da surfte man noch oben auf der Welle.

Ein unerklärlicher Einbruch im zweiten Satz führt die Kieler dann ins Wellental – Schüttorf holte sich den Satz völlig zu recht mit 15:25 und war obenauf. Kiel verstand es nicht, die eigenen Angriffe erfolgreich zu gestalten und leistete sich eine Vielzahl unnötiger Eigenfehler.

Im dritten Satz waren die Kieler dann wieder obenauf und rangen die Gäste mit 25:18 nieder. Der vierte Satz gehörte dann wieder den Gästen. Die Kieler schienen sich nach der Satzführung auf eine Verwaltung des Spiels beschränken zu wollen und machten dann Fehler. Und das dann auch geschlossen in allen Mannschaftsteilen. Zwar kamen die Kieler noch einmal ran, hatten auch einen Matchball, am Ende aber schwammen die Gäste in Satz vier obenauf. Kiel hatte Mühe, das eigene Spiel aufzuziehen und von Punkt zu Punkt zu denken.

Damit ging es dann in den Tiebreak. Das Kieler Publikum gab noch einmal alles und die Adler wollten nach diesem auf und ab am Ende unbedingt wieder oben schwimmen, wenn die Entscheidung fällt. Und auf einmal funktionierten die einstudierten Abläufe, stimmten Präzision und Timing und man erinnerte sich an die taktischen Vorgaben des Trainers. Der Lohn war ein 15:8 im Tiebreak und zwei immens wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt. Die Schüttorfer erwiesen sich als sehr faire Verlierer und Trainer Stefan Jäger ließ es sich nicht nehmen, sich bei allen Helfern in Kieler Reihen persönlich nach dem Spiel zu bedanken – eine ganz große Geste nach dieser engen Partie. MVP auf Seiten der Schüttorfer wurde Daniel Gorski, bei Kiel freute sich Lasse Wittmüs über die Auszeichnung.