Mit Sack und Pack nach Berlin

Wir haben uns am Samstagmorgen mit Sack und Pack und der ein oder anderen Verpflegungstasche getroffen, um den Weg nach Berlin zum ersten Doppelspieltag anzutreten.

Wir konnten die Fahrt mit einem größeren Kader beginnen, als es lange aussah. Mit dabei waren folgende Spielerinnen: Mara, Alina, Sina, Jule, Johanna, Nele, Grit, Levke, Melli, Anni. Außerdem hatten wir unser Trainerduo Jenny und Claus, Mellis Familie und Annis Mama als tolle Unterstützung dabei.

Unser Spiel am Samstag bestritten wir gegen die 2. Mannschaft der SG Rotation Prenzlauer Berg, die aktuell von der Tabellenspitze grüßt und erst ein Spiel in dieser Saison verloren hat.

Auf dem Weg zum Spiel gegen den Favoriten machten wir noch eine Toilettenpause bei den Eltern von Johanna, die uns ungefähr auf der halben Strecke in der Nähe von Parchim freundlich empfangen haben. Vielen Dank dafür an dieser Stelle noch einmal.

Dann konnte es aber endlich richtig los gehen, in Berlin angekommen ging es relativ schnell ans Aufwärmen. Danach sollte das Spiel in unseren roten Siegertrikots beginnen, dachten wir zumindest. Allerdings hat uns das Schiedsgericht dann 2 Minuten vor dem Einschlagen darauf hingewiesen, dass wir unser Trikot tauschen müssten, da die Mädels aus Prenzlauer Berg auch in roten Trikots spielen würden. Wir haben dann eben zu unserem schwarzen Dress gewechselt, das sollte uns auch nicht weiter stören. Nun aber endlich zum Spiel.

Wir hatten uns vorgenommen uns auf unser Spiel zu konzentrieren und vorallem viel Druck im Aufschlag zu erzeugen. Wir wollten dem Tabellenführer so viele Punkte wie möglich klauen und sie so viel wie möglich ärgern. Das Hinspiel ging zwar 0:3 an den heutigen Gastgeber, allerdings haben wir jeden Satz nur mit 2 Punkten Unterschied hergegeben.

Der erste Satz startete ausgeglichen, wir konnten in Aufschlag und Annahme gut mithalten und kratzen einige Bälle in der Abwehr. Leider konnten wir von Beginn an nicht genügend Angriffsdruck entwickeln. Bis zum 11:11 konnten wir das durch unseren Kampf ausgleichen, aber dann haben sich die Berlinerin Punkt für Punkt abgesetzt. Und am Ende ging der erste Satz deutlich mit 16:25an die Gegnerinnen.

Der 2. Satz starteten wir wieder auf Augenhöhe, bis es uns gelang uns durch starke Aufschläge und sehr platzierte Angriffe über die Mitte einen kleinen Vorsprung zu erspielen. Dieser stand auch am Ende des Satzes auf der Anzeigetafel. Auch die Abwehr und Annahme klappte in diesem Satz weiterhin wirklich super und unser konzentrierter Kampf wurde belohnt und wir holten den Satzausgleich mit 25:23.

Jetzt wollten wir unbedingt die Spannung aufrecht erhalten und uns nicht schon mit dem Satzgewinn zufrieden geben.

Im 3. Satz liefen wir früh einem Rückstand hinterher, den wir aber im Laufe des Satzes wieder aufholen konnten. Zum Ende hat die Aufholjagd, aber wohl zu viel Kraft gekostet. Der 3. Satz ging mit 18:25 an die Berlinerinnen. Wir mussten uns aber auf keinen Fall mit unserer Leistung verstecken.

Im 4. Satz hielten wir den ganzen Satz über sehr gut mit dem Tabellenführer mit, die Annahme stand weiterhin stabil, die Angriffe über die Mitte bedeuteteten größtenteils einen Punkt für uns und auch über die Außen- und die Diagonalposition könnten wir mehr Druck erzeugen. Am Ende ging der Satz aber knapp an den Tabellenführer.

Damit waren die nächsten 3 Punkte für die Gastgeberinnen eingetütet. Und wir mussten uns mit 1:3 geschlagen geben.

Insgesamt gelang es uns nicht die starken Angriffe der Gegnerinnen unter Kontrolle zu bekommen. Dagegen fehlte uns leider auch über die meiste Zeit der Druck im Angriff über die Außenpositionen, leider gelang es uns nur zu selten den starken gegnerischen Block zu überwinden.

Somit geht die Niederlage auf jeden Fall in Ordnung, aber die Trauer hielt nicht allzu lange an. Wir waren mit unserem Spiel über weite Strecken sehr zufrieden, gerade im Bereich Aufschlag/Annahme, der Abwehr und dem Zusammenspiel zwischen Zuspieler und Mittelblocker haben wir wirklich ein gutes Spiel gemacht.

Im Anschluss ans Spiel waren wir alle zusammen Pizza essen und haben dann noch zusammen Handball geschaut. Heute haben wir gleich die nächste Chance Punkte auf Berlin zu entführen. Es geht direkt weiter gegen den Tabellendritten.

Wir brauchen noch ein bisschen #MEERDAMPF und dann schauen wir, was in Tempelhof für uns zu holen ist.