Kiel wahrt Heimnimbus

Durch ein klares 3:0 (25:22, 25:22, 25:23) gegen Lindow-Gransee setzt sich Kiel oben in der Tabelle fest und bleibt zuhause ungeschlagen.

Oft halten Spitzenspiele nicht das, was sie von der Tabellensituation her versprechen. Diesmal nicht: 417 Zuschauer in Kiel sahen eine umkämpfte und in weiten Teilen hochklassige Partie, einen echten Volleyball-Leckerbissen.

Im ersten Satz sah Kiels Trainer Matthes Behlen ein „perfektes Spiel“ seiner Mannschaft. Wer den akribisch auf ständige Verbesserung hin arbeitenden Behlen kennt, weiß, dass so ein Lob nur selten über seine Lippen kommt. Beim 25:22 im ersten Satz setzten die Kieler Adler alles um, was sie sich vorgenommen hatten: Druckvolle Aufschläge, starke Annahmen, gute Blockarbeit und Feldabwehr, angereichert mit variablen Angriffen.

Auf hohem Niveau ging es auch im zweiten Satz weiter, in dem die letzte Perfektion bei Kiel zur Mitte des Satzes ein wenig verloren ging. Kiel fand aber auch in diesem Satz zum Ende hin wieder in die Spur zurück und konnte mit einem erneuten 25:22 in die zehn Minuten Pause gehen.

Im dritten Satz blieb es dann bis zum Schluss eng, bevor Kiel dann mit 25:23 den Deckel auf die Partie machte.

„Einfach super,“ lautete nach dem Spiel Behlens Fazit, der ein echtes Spitzenspiel auf hohem Niveau gesehen hatte.  Auf die Frage, ob man jemanden heute herausheben könnte, kam die Antwort sofort und eindeutig: „Ganz klar die Mannschaft!“ Ob Scouting, Physio, Orgateam oder auch die Spieler mit weniger Einsatzseiten: In Kiel ist eine eingeschworene Gemeinschaft entstanden. So erklärt es sich für Behlen auch, dass die Wechsel allesamt gut funktioniert haben und jeder Spieler die an ihn gestellten Erwartungen erfüllt hat.

Und für die letzten Prozente, die an einem solchen Abend den Unterschied ausmachen, ist dann das tolle Kieler Publikum verantwortlich, das mittlerweile aus ganz Schleswig-Holstein den Weg nach Kiel sucht. „Das macht uns Stolz,“ sagt Behlen. Und nötigt auch dem Gegner Respekt ab: „Die Stimmung bei uns ist auch wirklich richtig gut,“ sagte ein Gästevertreter, „aber bei Euch geht wirklich die Post ab!“