LM U18 – Erfolgreiche „Titelverteidigung“

Obwohl es eigentlich nur zur Hälfte stimmt,

da das U16-Team aus dem Jahr 2017 sich deutlich von der jetzigen Truppe unterschieden hat. Christine unsere Mannschaftskapitänin, vor zwei Jahren noch als Schnellangreiferin unterwegs, ist jetzt aus der Annahme und insbesondere von der Außenbahn/Pipe nicht mehr wegzudenken, Smilla damals Dia, lenkt jetzt im Zuspiel das Geschehen auf dem Feld und Marlena muss zu ihrem eigenen Leidwesen sich als Libera verdingen, weil meiner Meinung nach keine Jugendspielerin in SH auch nur ansatzweise ein solches Potential auf dieser Position auf die Platte bringt. Mieke ist für ihre ältere Schwester von damals eingesprungen Janne (MB), Marlene (MB), Clara (Dia und Aufschlagheldin), Sölvi (MB) und Emma (Dia und AA) waren ebenfalls nicht auf der Meldeliste von 2017 zu finden.
Nach diesem langen Vorspann verkürze ich den Bericht zur Vorrunde. Alles wurde plangemäß mit 2:0 gewonnen. Strukturiert und souverän durchgespielt. Check!
2. Tag Halbfinale gegen KTV 2. Die Young-Guns von Berit, gefühlt fast 10cm größer als unser Team (oder kam mir das nur so vor?), hatten nichts zu verlierenden haben „rotzfrech“ aufgespielt, sehr stark aufgeschlagen und einen wirklich hohen Block gestellt. Uns war die Aufregung anzumerken und leider waren wir „ein wenig fest“, wie Lea sagen würde, mit dem Resultat, dass wir den 1. Satz abgeben mussten. Schade Schokolade! Jetzt kam allerdings eines der Highlights dieser LM, wir haben es zwar nie geschafft die Lockerheit und Souveränität aufs Parkett zu bringen, die wir uns erhofft hätten, aber wir haben uns dank Claras Aufschlagserie am Anfang des 2. Satzes ein gutes Polster erspielt und zumindest soviel abrufen können, dass der zweite und der dritte Satz eingefahren werden konnte. Aber Respekt vor Berits Girls, das war schon phasenweise ganz großes Kino. Nach dem letzten Punkt hörte man dann die Felsbrocken von den Herzen rumpeln und es bleibt die Erkenntnis, dass es noch einmal eine ganz andere Geschichte ist, als deutlicher Favorit ins Spiel zu gehen. Aber letztendlich haben wir diese psychologische Hürde gemeistert, daher Check.
Dann warten und Finale. Wieder Neustadt wie in der Vorrunde, allerdings deutlich fokussierter.
1. Satz mit dem unfassbar lauten „roten Block“ im Rücken hatten alle Mädels so viel Energie auf dem Feld, dass alles funktionierte und wir 25:16 diesen Satz für uns entscheiden konnten. 2. Satz, der „rote Block“ auf der anderen Seite und die Spannung ein wenig im Fallen liefen wir leider immer den sehr gut aufschlagenden Neustädter Mädels hinterher. Durch eigene Fehler im Aufschlag gestaltete sich die Aufholjagd dann als sehr mühsam, sodass diesmal Neustadt 25:16 die Oberhand behielt. Tie-Break, wie eigentlich immer gegen die Ostholsteinerinnen. Jetzt schlug die Stunde von Marlene, die bei 8:4 (?) zum Aufschlag kam und dort auch nicht mehr wegwollte. Durch „sackstarke“ Aufschläge (ich borge mir diesen Begriff einmal von unserem ehemaligen Stützpunkttrainer Sascha) gewinnen wir 15:4 den Titel. Check!
Obwohl ich jetzt nur zwei Mädchen im Spielbericht explizit erwähnt habe, muss man sagen, dass diese LM, so klischeehaft es sich anhört, eine komplette Mannschaftsleistung war. Hätte auch nur ein Rädchen im Getriebe gehakt, dann wäre dieser Erfolg nicht möglich gewesen. Ich schließe jetzt meinen Bericht mit den Worten des Gastgebers, ich denke es hat wirklich das Team gewonnen, das am besten zusammengespielt hat.