Zwei Punkte für den Klassenerhalt

Am Samstag starteten wir morgens mit 14 Leuten in unseren grünen Stattauto-Flitzern nach Potsdam und kamen gegen Mittag an. Wir betraten noch vor den Potsdamer Mädels die Halle und machten uns mit Musik, Double-Double und Flechtfrisur bereit für unser erstes Spiel am Doppelspielwochenende.

Um 16:00 Uhr begannen wir hochmotiviert das letzte Saisonviertel und konnten von Anfang an gut mit den Mädels mithalten. Der Satz gestaltete sich sehr eng und keine Mannschaft schaffte es sich abzusetzen. Mit 24:23 hatten wir schon fast den ersten Satzsieg erkämpft, die Mädels vom USV Potsdam hatten aber was dagegen und so mussten wir diesen Satz leider hart umkämpft über 26:26 zu 28:30 abgeben.

In der Satzpause war die Ansage ganz klar: Wir sind jetzt im Spiel angekommen und spielen unseren Schuh herunter. Naja – wie immer ist das leichter gesagt als getan, denn uns erwischte im zweiten Satz ein schlechter Start. Wir lagen schnell 5:10 hinten und konnten diesen Rückstand im kompletten Satz nicht wieder aufholen. Wir machten es dem USV Potsdam mit vielen Eigenfehlern vor allem im Aufschlag leicht und sie gewannen auch den zweiten Satz mit 16:25.

Nun wurde einmal tief durchgeatmet, die gesamte Energie gebündelt und wir begannen endlich befreiter aufzuspielen. Wir reduzierten die Eigenfehler im Aufschlag und agierten zunehmend enthemmter im Angriff und in der Feldverteidigung. Unser Spiel zwang den USV Potsdam immer mehr in die Knie und wir dominierten sehr eindeutig über 20:11 zum 25:13.

Mit viel Selbstvertrauen und tollem Mannschaftsgeist ging es im vierten Satz auf das Feld und wir konnten immer besser taktisch auf das Spiel unserer Gegnerinnen reagieren. Schwuppdiwupp stand es 16:8! Doch der USV Potsdam ließ unseren Satzsieg nicht so einfach zu und kämpfte sich zum 19:18 heran. Wir haben in den vergangenen Monaten aber viel dazu gelernt und sind deutlich mutiger und sicherer in knappen Phasen, so dass wir einen kühlen Kopf bewahren konnten und den Tiebreak mit 25:21 sicherten.

Tiebreak können wir: 15:3! Eine super Teamleistung und toller Kampfgeist spielen den USV am Ende müde und ließen den Gegner keine Luft bekommen.

Wir sind super stolz das Spiel so gedreht und super wichtige 2 Punkte im Abstiegskampf gesammelt zu haben. Nach dem Spiel ging es in unser großzügiges Quartier und wir belohnten uns mit Burger und Fritten.

Zusätzliches Highlight: durch die Niederlage unseres direkten Tabellennachbarn konnten wir die Abstiegsplätze verlassen und stehen das erste Mal seit dem 13.10.2018 auf einem Nichtabstiegsplatz.

Sonntag sollte es für uns direkt weiter gehen im Abstiegskampf gegen den Tabellensiebten SV Braunsbedra. Nach einem ausgiebigen Frühstück, einigen Runden Wizard, Tanzeinlagen auf dem Balkon und den letzten Spieltagsvorbereitungen machten wir uns gegen Mittag auf nach Braunsbedra in Sachsen-Anhalt.

Die Ansage war klar: Wir haben alles selbst in der Hand. Alles kann, aber nichts muss. Holen wir uns drei Punkte, können wir den Klassenerhalt feiern; holen wir keine, so müssen Punkte in den verbleibenden zwei Spielen her! So versuchten wir möglichst entspannt in den ersten Satz zu starten und in unser Spiel zu finden. Die Mädels vom SV Braunsbedra aber legten direkt mit Vollgas los und überrollten uns mit starken Aufschlägen, sodass unser Trainergespann beim 0:5 direkt die erste Auszeit nahm. Schleppend kämpften wir uns in das kräftezehrende Spiel und mussten diesen ersten Satz über 5:12 und 12:20 mit 16:25 verloren geben.

Im zweiten Satz erwischten wir einen besseren Start. Mit einer stabilen Annahme hatten wir alle Möglichkeiten unsere Angreifer einzusetzen. Die Gegnerinnen machten uns das Leben aber mit ihrer starken Block-Feld-Verteidigung schwer und sammelten viele unserer Angriffe ein. So zogen diese Punkt für Punkt davon und sicherten sich auch den zweiten Durchgang mit 25:20.

Nach dem furiosen Comeback am Vortag, war für uns klar, dass wir uns keineswegs nach einem 0:2 Rückstand geschlagen geben würden. Noch immer waren für uns zwei wichtige Punkte zu holen und so starteten wir in einen starken dritten Satz, in dem wir in allen Elementen unsere Leistung abrufen konnten. Mit einer Führung von 5:3 und 14:9 zwangen wir die Gastgeber zu zwei frühen Auszeiten. Diese kämpften sich Punkt für Punkt wieder heran und hatten wohl keine Lust noch weitere Sätze Volleyball zu spielen. Am Ende zeigte die Anzeigetafel 25:23 und somit 3:0 für den SV Braunsbedra.

Insgesamt waren wir natürlich enttäuscht, dass wir den frühzeitigen Klassenerhalt nicht sichern konnten – gleichzeitig blicken wir aber auf eine solide Leistung und ein erfolgreiches Wochenende zurück. Noch immer stehen wir auf Platz 8 und somit einem Nichtabstiegsplatz in der Tabelle. Wir haben alles selbst in der Hand und freuen uns auf unser letztes Heimspiel (09.03. 16 Uhr Hein-Dahlinger-Halle) in dieser Saison gegen den aktuell Zweitplatzierten VSV Havel Oranienburg. Bis dahin heißt es zunächst Regeneration und dann Endspurt zum Saisonfinale mit #meerdampf!!