4. Platz bei der NDM U18(w) oder man sollte gehen, wenn es am besten ist

Mit diesem 4. Platz machen machen wir jetzt das halbe Dutzend der 4. (seit der U13) voll, sind allerdings selten so knapp an einer Medaille gescheitert und können uns stolz von diesen Norddeutschen verabschieden, mit der Gewissheit unser Bestes gegeben zu haben.

Los ging unsere NDM bereits am Freitag mit der Tour nach Neubrandenburg und einer zünftigen Übernachtung in der Jugendherberge. Verstärkt hatten wir unser LM-Team mit Lina, die nach zweijähriger Pause bei Regionalmeisterschaften ihr Team unbedingt bei diesem Turnier in Meck-Pomm unterstützen wollte.
Nach einem sehr entspannten Frühstück mit Biokaffee und „Mutanten“-Eiern machten wir uns auf den Weg zu Halle und absolvierten ein kurzes Anschwitzen.
Das erste Spiel sollte gegen den Gastgeber und Titelfavoriten Neubrandenburg stattfinden, die die Vorrunde bereits als „off-court“ abgehakt hatte. Leider hatten wir uns in neuer Konstellation auch noch nicht so gut zusammengefunden wie erhofft, sodass Neubrandenburg eindeutig mit 2:0 gewann.
Im zweiten Spiel gegen Geesthacht gelangen uns die Absprachen immer besser, wir fanden langsam ins Turnier und die Anfangsnervosität konnte abgelegt werden, sodass wir ab Mitte des zweiten Satzes einen wirklich guten Ball spielten und das Spiel im Tie-Break gewinnen konnten.
Das bedeutete gegen Neustadt ins untere Kreuz. In dieses Spiel starteten wir am Sonntagmorgen sehr gut, allerdings konnte Neustadt viel Druck über die Aufschläge erzeugen und spielte auf einem sehr guten Niveau, sodass es denke ich das beste Spiel war, dass wir in dieser Altersklasse jemals gegen die Holsteiner Girls absolviert haben. Also auch hier wieder Tie-Break und Halbfinaleinzug für uns.
Gegen Schwerin zeigten wir unseren bisher besten Volleyball, dadurch, dass wir im ersten Satz nahezu fehlerlos blieben, kam es zu sehr sehenswerten und coolen Ballwechseln und wir konnten diesen Durchgang für uns entscheiden. Leider schafften wir es nicht diese Konstanz auch in Satz zwei und drei an den Tag zu legen, da erwiesen sich die Bundesstützpunktmädels als eine Nummer zu groß, was allerdings nicht weiter erstaunt, wenn man einmal die Trainingsumfänge und Körpergrößen vergleicht. ABER alleine der erste Satz hat gezeigt, wieviel Potential und Liebe zum Spiel in unserem Team steckt.
Im Spiel um Platz 3 ging wieder gegen den Gastgeber aus Neubrandenburg. In ihrem Nachbericht wurde zwar gesagt, dass das Spiel „eindeutig mit 2:0 gewonnen wurde“, allerdings muss ich sagen, dass ich ein 25:22 und 25:23 nicht als wirklich eindeutig bezeichnen würde. Beide Sätze spielten wir auf Augenhöhe, konnten die in der Vorrunde noch souveränen Angreifer aus Meck-Pomm mit kleinen taktischen Änderungen gut unter Kontrolle bringen, hatten allerdings in den längeren Ballwechseln nicht die nötige Ballsicherheit und Erfahrung auf einem solchen Spielniveau, aber mit ein wenig Glück hätte das Ergebnis auch anders aussehen können. Ich denke so nahe waren wir noch nie an einer Medaille bei einer NDM dran.
Nach all diesen nüchternen Spielergebnissen, kann ich nur sagen, dass es ein sensationelles Turnier war, das die Gastgeber aus Neubrandenburg bis ins kleinste Detail liebevoll und perfekt durchorganisiert hatten.
Das größte Lob geht allerdings an unsere Mädels. Wir haben uns von Spiel zu Spiel gesteigert und am zweiten Tag einfach megageil Volleyball gespielt, dass es einfach nur eine Freude war zuzusehen und mich wirklich stolz gemacht hat. Außerdem weil wir es mit Talent und Herzblut geschafft haben, uns sechs Jahre lang trotz der wenigen Trainingseinheiten nicht abhängen zu lassen und das wir als RICHTIGES Team auf und neben dem Feld gestanden haben, bei dem die Liebe zum Spiel einfach zu sehen und zu spüren war.
Für mich war es das letzte Spiel in der Jugend für den KTV daher, ein fettes „Danke“ an „meine“ Girls“, ihr habt mir den Abschied echt schwer und leicht zugleich gemacht, denn: „Man soll ja gehen, wenn es am besten ist!“ und es war eindeutig das Beste, was ich an Volleyball in der Jugend in SH bisher gesehen habe, daher VIELEN DANK für eine tolle Zeit mit euch und zum letzten Mal
„FIGHTING SPIRIT“

PS: Einen kleinen Extradank noch einmal an unsere Mannschaftskapitänin Christine, die mit dieser Saison auch den KTV in Richtung Hamburg verlässt und nicht nur sportlich sondern auch menschlich eine riesige Lücke in dem Team hinterlassen wird.