Sehenswertes Spiel ohne Zählbares für die Kieler Frauen

Am Samstag, den 12.10.2019 ging es für den durch Krankheit und Verletzung deutlich dezimierten Kader der „KTFrauen“ nach Hamburg-Eimsbüttel.

Der seit Jahren bekannte Gegner hat sich allerdings in der seit Jahren bekannten Halle im Herzen Hamburgs personell deutlich verändert: nicht wenige Spielerinnen mit hochklassiger Spielerfahrung bilden das Gerüst des Spitzenreiters – allen voran Teresa Mersmann (zuletzt beim Bundesligist USC Münster, nicht anwesend). Auf Seite der Frauen aus Kiel standen die Vorzeichen leider nicht so gut – mit 9 Spielerinnen und ohne den etatmäßigen Libero – aber dafür mit umso mehr Kampfgeist.
Dieser wurde auch schnell deutlich, denn der erste Satz zeigte guten spannenden Volleyball mitaufmerksamen und motivierten Spielerinnen auf beiden Seiten. Nichtsdestotrotz ging dieser Satz an die Heimmannschaft, da konnte auch eine überragende Aufschlagserie von Anna Behlen nichts dran ändern. Letztendlich brachen uns hier unnötige Eigenfehler das Genick – schade, denn ein Satzgewinn wäre hier durchaus drin gewesen. 22:25.

Der zweite Satz setzte sich spielerisch auf hohem Niveau fort, sichtlich eingespielter konnte nun auch die Eigenfehlerquote reduziert werden. Ein variables Zuspiel durch Melanie Simonowski brachte der Mittelposition einige blockfreie Angriffschancen, und auch die Block-Feld-Abwehr um Interimslibera Ivonne Herzog leistete ganze Arbeit. Diese Zutaten und einige gute Aufschläge brachten dem KTV dann den verdienten Satzgewinn: 25:23.

Nun zeigte sich leider im dritten Satz, dass die Hamburgerinnen durchaus noch ein Schippchen draufsetzen konnten, von der Bank wurde auch aus dem vollen geschöpft und dem KTV wurde ein starkes Aufschlagspiel der Gegnerinnen und das geschossen schnelle Zuspiel von ETV letztendlich zum Verhängnis. Wechseloptionen mit zwei Mittelblockerinnen auf der Bank – auch nicht gerade vielseitig. Absolut bemerkenswert ist jedoch die stets starke und positive Mannschaftshaltung auf dem Feld, welche auch im verlorenen dritten Satz ein ansehnliches Spiel aufs Parkett brachte. 18:25.

Über den vierten Satz muss eigentlich kein Wort verloren werden, die Zahlen sprechen für sich: 10:25…

Trotz der 1:3 Niederlage konnten auch die Zuschauer ein wirklich sehenswertes Spiel konstatieren, und die Frauen des KTV nehmen als positives Ergebnis mit, dass dieses Duell in der Rückrunde zu Hause auf Augenhöhe stattfinden wird – und die Punkte dann wieder zu Hause bleiben werden.

MVP: Luise Klein (ETV), Melanie Simonowski (KTV)