Für die Kieler Fraktion nebst Fan-Gemeinde war die Partie am vergangenen Wochenende beim 1:3 (20:25, 25:23, 15:25, 15:25) in Neustrelitz ein gebrauchter Spieltag.
Im ersten Satz suchten beide Teams zu Beginn des Spiels noch nach ihrer Tagesform, welche unter Zuspruch des hiesigen Publikums dazu führte, dass der PSV Neustrelitz sich beim Stand von 18:18 erstmals mit zwei Punkten absetzen konnte und im weiteren Verlauf nur noch zwei Punkte der KTV Adler zulassen sollte.
In Durchgang zwei waren es die Schleswig-Holsteiner, die sich zu Beginn mit 8:6 absetzten und diesen minimalen Vorsprung über 15:14 bis zum 25:23 zum 1:1 über die Runden brachten, was in der Folge nicht mehr im Livestream zu verfolgen war, da die Übertragung aus der Strelitzhalle ausfiel und nicht mehr in Gang gesetzt werden konnte.
Wer der Meinung war, das der Satzgewinn den Adlern aus Kiel Anlass zur Hoffnung geben sollte, wurde leider enttäuscht.
In Durchgang drei reichten Gastgeber Neustrelitz bei 7:6 zwei Breaks mehr um den Grundstein für diesen und den letzten Satz zu legen und es sollte noch ärger kommen.
Jeweils bei den Spielständen von 17:15 im dritten und vierten Satz für den PSV Neustrelitz stellten nahezu alle Kieler ihre Leistung kollektiv ein, sodass die beiden letzten Sätze jeweils mit 25:15 weggeschenkt wurden.
Die silberne MVP-Medaille für Kiels Libero Pelle Tepp konnte an diesem Abend über eine desolate Kieler Vorstellung nicht hinwegtäuschen. Die MVP-Medaille in Gold ging nach dem Spiel an Jacob Genzmer.
Woran es genau lag, dass sein Team so unter die Räder gekommen ist, mochte Kiels Trainer Brar Gerhardt auch zwei Tage nach dem Spiel noch nicht zuordnen: „Wir haben nach zwei ausgeglichenen Sätzen nahezu in allen Elementen abgebaut und Neustrelitz hat sich deutlich stabilisiert. Bisher haben wir noch nicht herausgefunden, woran es liegt, dass wir auswärts in Teilen so schwer in Tritt kommen, und sind froh, am Samstag wieder ein Heimspiel zu haben, auch wenn mit der „Superzweiten“ vom TSV Giesen Grizzlys II kein leichter Gegner in den Adlerhorst kommt. Fakt ist aber, dass es am kommenden Samstag eine Reaktion geben muss!“
sev