Das vergangene Wochenende führte die Adler vom Kieler TV zuerst am Samstagabend zum Tabellenschlusslicht vom Moerser SC und am Tag darauf zum Tabellenführer aus Mondorf.
In der Hoffnung, den Klassenerhalt mit einem Sieg gegen Moers aus eigener Kraft zu schaffen, wurde man ob der 0:3 Niederlage eines Besseren belehrt, wenngleich diese Niederlage alles andere als deutlich war.
Denn ein Blick auf die Satzergebnisse ließ den aufmerksamen Beobachter aufhorchen.
Mit 23:25 und 26:28 waren die beiden ersten Durchgänge nichts für schwache Nerven. Im gut besuchten ENNI Sportpark holten die Gastgeber mit Hilfe ihrer im Winter rekrutierten Neuzugänge noch einmal alles aus sich heraus, um mit einem Sieg über Kiel eventuell noch am Vorletzten aus Münster vorbeiziehen zu können, was unter bestimmten Umständen noch zu einem Klassenverbleib reichen könnte. Dementsprechend forsch gingen die Gastgeber zu Werke und spielten alles andere als wie ein Absteiger.
Mit dem Angriffsdruck von Moers und den im Spiel erlittenen Verletzungen von Kiels Kapitän Erik Niederlücke und Diagonalangreifer Daniel D’Árgento, welche im weiteren Verlauf nicht mehr eingreifen konnten, fehlte Kiel zu früh die abhanden gekommene Durchschlagskraft ihrer Hauptprotagonisten, sodass nach den Sätzen 1 und 2 den Gästen förmlich die Puste ausging.
Glücklicherweise machte sich beim 19:25 im dritten Satz die Kunde breit, dass die Hoffnung von Gastgeber Moers im Parallelspiel zwischen Münster und Neustrelitz Realität werden sollte, als der Rivale aus dem Münsterland tatsächlich die letzte Chance verstreichen ließ und der MSC einen Spieltag vor Ende der Hauptsaison noch auf den vorletzten Platz vorschieben konnte. Ob das am Ende reicht, wird sich in den nächsten Wochen zeigen.
Trotz der eigenen Niederlage gab es für das Kieler Umfeld Grund zur Freude. Durch die Niederlage von Münster war der Klassenerhalt von Kiel gesichert, trotz noch zwei zu spielender Spiele und so werden die Schleswig-Holsteiner auch in der Saison 26/27 erneut in der 2. Liga Nord der Männer aufschlagen.
Die MVP-Medaillen gingen an Tim Broshog (Gold) und Bo Hansen (Silber).
sev
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