Am Ende steht ein leistungsgerechtes 3:1 auf der Anzeigentafel und spiegelt eine zeitweise rasante Partie zwischen dem Kieler TV und dem TSV aus Giesen wider.
Wie erwartet begann das Spiel sehr ausgeglichen, und es war schwer zu prognostizieren, wer am Ende den längeren Atem haben würde.
Giesen kam gut aus den Startlöchern. Die Gastgeber aus Kiel brauchten einen Moment, um sich auf die guten Angriffe auf den Außenpositionen des TSV einzustellen, bevor der offene Schlagabtausch seinen Lauf nahm.
Über 8:8, 11:11 und 16:16 schenkten sich beide Teams nicht viel, und die rund 250 Zuschauer in der Hein-Dahlinger-Halle bekamen tollen Sport geboten.
Erst beim Spielstand von 12:11 wechselte die Führung seitens der Gäste in Richtung der Hausherren.
Diese ließen um Kiels Mannschaftskapitän Erik Niederlücke nichts mehr anbrennen und bauten den Vorsprung auf 19:16 aus und beendeten den Durchgang ungefährdet mit 25:19.
Der zweite Satz fing ähnlich an wie der Satz zuvor. Giesen startete gut, bis Kiel bei 5:4 erneut die Führung übernahm und auf 10:6 davonzog. Die „Superzweite“ aus Giesen, immer wieder von TSV-Coach Martin Richter angetrieben, ließ sich aber nicht abschütteln und kämpfte sich Stück für Stück heran und stellte beim 18:18 den Ausgleich her. Bis zum 21:21 stemmte sich Kiel gegen den Satzverlust, musste die Gäste um Silber-MVP-Gewinner Julian Hoyer beim abschließenden 21:25 aber ziehen lassen.
Die anschließende 10-Minuten-Pause nutzten beide Mannschaften, um sich auf den weiteren Spielverlauf einzustellen, und offenbar waren es die Männer vom Kieler Trainergespann Eric Koreng / Brar Gerhardt, die das bessere Konzept für den weiteren Verlauf hatten.
So brachte KTV-Zuspieler Til Krüger seine Mitspieler mit ruhiger Hand immer wieder in gute Angriffspositionen.
Diese wurden insbesondere von Diagonalangreifer und MVP-Gewinner Malte Ullerich sowie vom USA-Rückkehrer Jonas Müller dankbar angenommen. Aber auch die Mittelblocker und Schnellangreifer brachten ihre Stärken ein. Der aus Lübeck stammende Josse Lange wusste ein ums andere Mal im Block zu überzeugen, und sein Pendant Tjark Seemann war bei seinen Float-Aufschlägen kaum zu bremsen. Über 13:8 und 22:18 ließen die Adler nichts mehr anbrennen und holten sich mit dem 25:20 den dritten Satz.
Der vierte Durchgang sollte dann auch der letzte werden, denn zu diesem Zeitpunkt schien bei Giesen die Luft raus zu sein. Zu dominant agierte der KTV. Schnell stand es 10:6, und beim Zwischenstand von 19:10 war klar, dass die Männer aus der Landeshauptstadt auch ihr zweites Heimspiel mit der vollen Punktzahl einfahren würden. Mit dem Endergebnis von 25:17 nach knapp zwei Stunden Spielzeitz war klar, dass die volle Punktzahl in der Landeshauptstadt bleibt.
Weiter geht es für den TSV Giesen am kommenden Samstag zu Hause um 20:00 Uhr gegen den TuB Bocholt, während der Kieler TV bereits um 19:00 Uhr auswärts beim PSV Neustrelitz aufschlägt.
sev
Foto: Jasper Lorenz Fotografie