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Gestrandet...sind nur die Gastgeber PDF
Geschrieben von Michael Sevenheck   
Sonntag, 12. November 2017

 Volle Punktzahl beim Badetag in Strande

 

Erstmals in der Vereinsgeschichte mussten die Männer vom KTV 2 zum ewigen Verbandsligadino SC Strande! Alle...nein...nicht alle! Denn mit Bademeister Axel, Freifahrtenschwimmer Sven und Seepferdchenabzeichenverlierer Michael gab es immerhin drei Kollegen, welche nahezu alle Strander Ü40/Ü50/Ü60-Recken bestens kannten und so auch den einen oder anderen Gesprächsansatz am Netz fanden.

Nachdem Strande den ersten Aufguss beim 0:3 gegen Neumünster hinter sich gebracht hatte, standen wir im 2. Spiel auf der Agenda für diesen Spieltag.
Ein kurzes knackiges Aufwärmen mit unserem altbewährten Aufschlag-Annahme-Rundlauf brachte uns schnell auf Temperaturen und so ging es auch relativ fix los. Ehe Strande sich versah stand es auch schon 6:0 für uns. Der geneigte Leser kann sich durchaus vorstellen, das man nicht nach Strande fährt, um nach gefühlten 45 min Spielzeit wieder nach Hause zu fahren. Also kurzerhand die Handbremse gezogen, den einen oder anderen Aufschlag versemmelt, Block oder Annahme verweigert und schwuppdiwupp waren auch die Strander Sportfreunde gewillt mitzumachen. 
Einziger „vermeintlicher“ Spielverderber war unser 1. Schiedsrichter. Unterband er doch diverse Zuspielversuche des Strander Zuspielers und Olympiateilnehmers von 1964, was dem Spielverlauf etwas an Schärfe nahm und der erste Durchgang so nur zu 23 gewonnen werden konnte.
Im zweiten Satz hatten wir dann mehrmals mit dem 2,00 m Leuchtturmwärtermann Jan Jacobsen zu kämpfen, welcher uns diverse Male überspielen konnte. Es dauerte schon einige Zeit bis wir das in den Griff bekamen. Am Ende ging aber alles gut und so konnten wir den 2. Saunagang mit 25:21 für uns entscheiden.
Damit war der Spielausgang auch schon fast entschieden. Strande mit nunmehr fünf verlorenen Sätzen in Folge an diesem Tag, hatte nicht mehr genügend Körner um sich noch einmal ausreichend gegen unseren Angriffsdruck zu erwehren. So verlor der SCS auch den letzten Durchgang mit 25:17.

Damit stehen mit unserem vierten Sieg und einem leckeren 3:0 Sieg alle Weichen auf grün, wenn es am   25.11. um 17:00 Uhr im „Topspiel der Woche“ gegen den Wiker SV geht.

In der Einzelkritik:

Fanunterstützung: Granatenmäßig. Nicht nur in der Halle von den mitgereisten Fans und von der Bank, sondern auch von allen die am Liveticker mitgefiebert haben.

Trainer: gewohnt lässig, musste nur hin und wieder ungemütliche Worte an seine Männer richten. Und zwar immer dann wenn sich die Block-Abwehr-Fraktion mal wieder in ihre Wohlfühlbademäntel hüllte und sich ohne Ankündigung allen Anweisungen vom Masterchief widersetzte!

Mittelblock: 
mit Timo „ the Guitar Man“ hatten wir einen engagierten Strategen an Bord. Er schaffte es immer wieder auch die kleinsten Quadratmillimeter auf der gegnerischen Platte zu finden auf dem das Spielgerät Platz fand.

Jonas „the Rock“ startete durchwachsen und haderte immer wieder mal mit seinem Zuspieler. Fand aber in den wichtigen Situationen die richtigen Entscheidungen und donnerte den vorletzten Ball des Spieles derart in den Boden, das die Strander Sporthalle wohl bis auf weiteres wegen Sanierungsarbeiten gesperrt bleiben muss.

Diagonal:
Juri: anfangs mit viel Spiellust und sehenswerten Aktionen im Angriff, später wichtigster Mann am Live-Ticker
Holger: hatte man lange nicht mehr so gut aufgelegt gesehen und war am heutigen Spieltagen mit sehr viel Übersicht und Raffinesse unterwegs.
Ausgezeichnet mit der besten Aktion des Tages beim Block in der Kategorie „David gegen Goliath“ hattet sich heute eine extra Portion Beef verdient. Check!

Aussenangriff:
Ein Mann muss tun was ein Mann tun muss. Genau das war die Maxime von Alex „the Dynamik“.
Einem Seeadler gleich flog Alex von allen Positionen, gleich ob vorne oder hinten, mit der Power eines Dartpfeiles heran, zerstörte den gegnerischen Block oder fand ohne Umwege den Strander Hallenbolden. Prädikat: wertvoll!
Ironman Hesse zeigte das man selbst im hohen Alter noch ordentlich zulangen kann und stand seinem Kollegen im Aussenangriff in nichts nach. Hammerharte Diagonalangriffe, traumhafte Rückraumgeschosse nebst gefühlvoll gelegten Bällen machten einfach Spaß beim zuschauen. Ähnlich wie Arjen Robben: man kennt seine Mechanismen..aber man kann nix machen!

Zuspiel:
Michael „Katze“ Sevenheck war am heutigen Tage durchgängig zufrieden mit der Annahme und freute sich am meisten darüber permanent vier Angreifer in der Luft zu haben. Nutzte im Laufe des Spieles die maximal zu erreichende Hallenhöhe aus um Sven bedienen zu können. Stellt sich nur noch die Frage ob Staub an der Hallendecke schon als Fehler gilt?

Libero:
Mit Timo als Abwehrchef konnten wir diesmal deutlich mehr Bälle in der Abwehr abfangen als zuletzt. Jetzt geht es nur noch darum daraus auch noch Punkte zu erzielen was wir heute leider nicht immer geschafft haben. 

Bank:
Jasper, Martin, Zino waren auch mit wenigen oder gar keinen Einsatzzeiten unermüdlich beim anfeuern und haben bewiesen das das Team funktioniert. Danke! 

Alles in allem ein schönes Spiel in dem die Strander gezeigt haben, dass die es immer noch draufhaben,  auch wenn die „Bierfrage“ intern noch Fragen aufwerfen dürfte.

Wir sind auf jeden Fall nach rund 69 min Spielzeit gut erholt aus dem Naherholungsgebiet Strande in die Landeshauptstadt nach Kiel zurückgekehrt und werden uns wie gewohnt akribisch auf den nächsten Spieltag vorbereiten.

Eure 2. Herren
 
Letzte Aktualisierung ( Sonntag, 12. November 2017 )